* = Fassungsvermögen geschätzt

Hof Städtisches Stadion " Grüne Au "
Fassungsvermögen:  8.100 Stadionart: Fußballstadion
Sitzplätze:   2.145 * Leichtathletikstadion: nein
davon überdacht:   2.145 * Flutlicht: nein, geplant,
Stehplätze:  5.955 * Anzeigetafel: eine, elektronisch,
davon überdacht:          0 Eigentümer: Stadt Hof
Stadioneröffnung: 1913, Heimmannschaft: SpVgg Bayern Hof 2005, ( Fusion 2005 FC Bayern Hof 1910 +SpVgg Hof 1893 ),
Zuschauerrekord: 19.100 FC Bayern Hof – Rot Weiß Essen, 
( 0:1, 22.05.1968 )
Anschrift: Oelsnitzer Str. 101
95028 Hof
Tribünen:

Holztribüne, Betontribüne,

Nebenplätze:  
frühere Namen:   Internet:  

          


Stadionpostkarte Stefan Frank - Grub am Forst

                                                                                      


Foto: www.faszination-stadion.de 

 

Beschreibung: Das Stadion auf der Grünen Au in Hof ist kein Stadion aus einem Guss. Die Bebauung rund um den 90x120 Meter großen Rasen wurde im Laufe der Jahre nach Bedarf erweitert und spiegelt somit den hart erarbeiteten Aufstieg des Vereins FC Bayern Hof wider.
Das Stadion verfügt auf einer Längsseite über eine uralte Holztribüne mit 1.335 Sitzplätzen. Auf der Gegengeraden steht die neuere Betontribüne mit 700 überdachten Sitzplätzen, daneben die Ehrentribüne mit 110 Sitzplätzen. Hinter beiden Toren sind große Stehränge zu finden.
Historie: Der Grundstein für das heute 20 000 Zuschauer fassende Stadion wurde im Jahr 1913 gelegt. Der rapide Mitgliederzuwachs des damaligen FC Britannia Hof legte es nahe, ein vereinseigenes Spiel- und Trainingsgelände anzuschaffen. Am 2. Februar wurde daher ein etwa 8000 Quadratmeter großes Areal auf der Grünen Au gepachtet. Die teilweise aus Wiesen, teilweise aus Feldern bestehende Fläche wurde von den Vereinsmitgliedern mit Schaufel und Walze zu einem Fußballgelände umgestaltet. In der zweiten Hälfte des Ersten Weltkriegs wurde diese Aktion zeitweise rückgängig gemacht. Wegen akuter Lebensmittelknappheit wurde jedes mögliche Fleckchen Erde als Anbaufläche genutzt: auch die Grüne Au. 
Der Publikumsandrang war so groß, dass im Februar 1914 eine Barriere um das Spielfeld angelegt werden musste. Die Anschaffung, mit der der Spielbetrieb ungestört verlaufen sollte, wurde von der Brauerei Scherdel unterstützt. Selbst finanzieren mussten die Sportler hingegen eine Unterbringungsmöglichkeit. Da an einen Neubau nicht zu denken war, wurde die Spielhütte der Freien Turnerschaft gebraucht gekauft, die abgebrochen und auf der Grünen Au wieder aufgebaut wurde.
Im Jahre 1930 erwarb der FC Bayern Hof das Stadiongelände. 1949 errichtete man die 1350 Plätze bietende Holztribüne. 1955 wurde die Kapazität von 7000 auf 12000 Plätze erweitert, 1959 faßte die Arena stolze 20000 Plätze. Das Stadion wurde 1980 an die Stadt Hof verkauft. Das Stadion befand sich seit Jahren in einem eigenartigen, halbfertigen Zustand. Gegenüber der heimeligen Holztribüne ragt nämlich ein Neubau steil in den Himmel. Der Beginn einer großen Tribüne die aus finanziellen Gründen nicht fertiggestellt werden konnte. Erst im Jahr 1999 wurde diese Tribüne fertig gestellt.

Der Aufstieg in die erste Liga im Jahr 1927 ließ nicht nur die Zuschauerzahlen stetig anwachsen. Der FC Bayern Hof wuchs auch in seiner Mitgliederzahl immer weiter an. So musste von der Stadt ein an das bisherige Spielgelände angrenzendes Stück Land hinzugepachtet werden. Am 3. Mai 1930 schließlich kaufte der Verein ein 32790 Quadratmeter großes Grundstück, das das bisher gepachtete Land mit einschloss. Die Zuschauereinnahmen machten nicht nur eine Vergrößerung, sondern auch eine Verbesserung der Sportanlage, z.B. mit Drainagerohren, möglich. Neben größeren Umkleideräumen legte der FC Bayern eine Stehtribüne an. Diese Investitionen reichten bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aus, in dem der Spielbetrieb nur noch eingeschränkt fortgesetzt werden konnte. Nach dem Krieg änderte sich die Situation jedoch schlagartig. Der vorhandene Platz auf der Grünen Au reichte kaum aus. Die Stadt Hof, direkt an der Grenze zur Ostzone und zur Tschechoslowakei gelegen, war Auffangstation für Tausende von Heimatvertriebenen und Ostflüchtlingen. Fußball war oft die einzige Ablenkung vom Alltag. 
Die Südtribüne sollte eigentlich das Umkleidehaus ersetzen. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga wurde der Bau aber nicht fortgesetzt.
Um den Zuschauern anständige Rahmenbedingungen während der Sportveranstaltungen zu bieten, schlug der damalige Vorsitzende Heinz Langscheidt vor, am Nordrand des Spielfeldes eine Sitzplatztribüne zu errichten. Auf der Mitgliederversammlung im Oktober 1948 setzte er sich gegen Zauderer und Pessimisten durch, die fürchteten, dass sich der Verein mit den Kosten von 60 000 Mark übernehmen könnte. Den ganzen Winter über wurde an der 72 Meter langen und 6,5 Meter hohen Holztribüne mit ihren 1335 Sitzplätzen gebaut. Mit einem Freundschaftsspiel gegen den FSV Mainz 05 wurde die Tribüne am Karfreitag dem 14. April 1949 eingeweiht. Doch die Erweiterung sollte nicht reichen. Nachdem der Hofer Stadtrat schon im Spätsommer 1954 über einen Kostenzuschuss zu einem auf 150 000 Mark veranschlagten Ausbau beraten hatte, konnte der Vorstand des FC Bayern nach längerem Hin und Her am 9. Mai 1955 endlich grünes Licht für den ersten Spatenstich geben. Das Fassungsvermögen des Platzes wurde auf 12 000 erhöht und das Spielfeld wurde von Unebenheiten befreit und drainagiert. Das war auch dringend notwendig. Auf der Stuttgarter Schiedsrichtertagung 1954 war die Grüne Au als „der schlechteste Kartoffelacker der II. Liga“ gebrandmarkt worden.

2013 wurden die Stehränge umgebaut und das Fasssungsvermögen auf 8.100 Plätze gesenkt.

  * = Fassungsvermögen geschätzt